Zulassung zur Ausbildung zum/r Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten /in

Jährlich können am IVS 32 Ausbildungsteilnehmer die 3-jährige Ausbildung (Vollzeit) und weitere 32 die 5-jährige (Teilzeit) Ausbildung zur/m Kinder und Jugendlichenpsychotherapeuten/in beginnen.

Zugelassen zur Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind Diplom-Pädagogen/innen, Diplom-Sozialpädagogen/innen, Schulpsychologen/innen und auch Diplom-Psychologen. In Bayern sind Bachelor-Abschlüsse in diesen Studiengängen nicht ausreichend. Es wird zusätzlich ein konsekutiver Masterabschluss benötigt.

Diese Ausbildung ist nach wie vor für Pädagogen und Sozialpädagogen möglich! 
Wenn eine Reform des Psychotherapeutengesetzes überhaupt stattfinden sollte,
wird dies auch danach noch mit Übergangsbestimmungen möglich sein!

Achtung! Für alle Lehrer/innen mit 1. Staatsexamen

sowie

Schulpsychologen/innen, Sonderpädagogen/innen und Heilpädagogen/innen,

besteht inzwischen eine Sonderregelung. Auch sie können in Bayern noch zur Ausbildung zugelassen werden, wenn sie ihr Studium bis zum Sommersemester 2014 begonnen haben (Laut einem aktuellen Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 25.11.2014, Az. G32a-G8530.01-2013/28-64.).

Damit gilt wieder das hier nachfolgend zitierte Schreiben des damaligen Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit zum Vollzug des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) vom 4.08.2000


1.2 Die Voraussetzungen des § 5 Abs. 2 Nr. 2b) PsychThG für den Zugang zur Ausbildung
zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erfüllen:

1.2.1 der Abschluss eines erziehungswissenschaftlichen Diplomstudiengangs an staatlichen oder
staatlich anerkannten Hochschulen; dies sind folgende Abschlüsse:
• Diplom-Pädagoge,
• Diplom-Sozialpädagoge,
• Diplom-Sonderpädagoge,
• Diplom-Heilpädagoge.

1.2.2 Master- oder Magisterabschlüsse in Pädagogik i. 5. d. § 19 Abs. 4 HRG / Art. 86a Abs. 4
BayHSchG (sog. konsekutive Studienabschlüsse),

1.2.3 (grundständiger) Magisterabschluss mit Hauptfach Pädagogik oder Sonderpädagogik,

1.2.4 Erste Staatsprüfung für ein Lehramt an Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Sonderschulen
und an beruflichen Schulen gemäß LPO 1 in sämtlichen Fächerverbindungen,

1.2.5 Erste Staatsprüfung für ein Lehramt an Gymnasien (gemäß LPO 1) mit einer Fächerverbindung
mit vertieftem Studium der Fächer Psychologie, Pädagogik oder schulpsychologischen
Schwerpunkt,

1.2.6 Lehramtsabschlüsse anderer Länder sind als gleichwertig anzuerkennen, soweit die zu Grunde
liegenden Prüfungsordnungen ein vergleichbares erziehungswissenschaftliches Studium im
Umfang von mindestens 30 SWS beinhalten,

1.2.7 Abschluss im bayerischen Fachhochschulstudiengang Soziale Arbeit (früher Sozialwesen);
Abschluss: Diplom-Sozialpädagoge (FH).

1.3 Folgende Studienabschlüssen erfüllen nicht die Voraussetzungen des § 5 Abs. 2 Nr. 2b)
PsychThG für den Zugang zur Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten:

1.3.1 (grundständiger) Magisterabschluss mit Pädagogik oder Sonderpädagogik als Nebenfach,

1.3.2 Abschluss im Fachhochschulstudiengang Religionspädagogik,

Die Regierung von Oberbayern und die Regierung von Unterfranken werden gebeten, die anerkannten
Ausbildungsstätten zu informieren."

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Wenn diese Informationen nicht ausreichen, z.B. wenn es um die Frage der Gleichwertigkeit ausländischer Studiengänge geht, sollten sich Interessierte an die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) in 53012 Bonn, Postfach 2240 wenden.

Aktuell:
Der Masterabschluss für die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichentherapeuten/in wird wohl auch in anderen Bundesländern notwendig.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Klinikärzte lehnt es nach Beschlussfassung in der letzten Mitgliederversammlung am 17.-18.11.2011 ab, Bachelorabsolventen als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten in Ausbildung bzw. KJPths im Praktikum an den Abteilungen und Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie zu beschäftigen. Tenor der Begründung: Der Beruf des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ist ein medizinischer Heilberuf. Gerade in der individuellen, psychotherapeutischen Abhängigkeitsbeziehung zu Kindern und Jugendlichen komme dem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten eine besondere Verantwortung zu. Für einen medizinischen Heilberuf mit selbständiger Ausübung sei ein akademischer Abschluss Voraussetzung. Für Kinder und Jugendliche mit den interagierenden Problemlagen psychischer, somatischer und sozialer Natur sollten die Anforderungen an die Wissensbasis besonders hoch gestellt werden. Die Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse selbständig zu rezipieren, müsse für die KJPths gegeben sein. Das setze einen Master-Abschluss voraus.

Achtung! Ganz aktuell: Ein neues Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig (BverwG 3 C 122.16 – 17.08.17) besagt: Auch ein nicht konsekutiver Masterabschluß in Psychologie eröffnet den Zugang zur Psychotherapeutenausbildung PP. Das heißt, wer über ein anderes Studium, z.B. Bachelor oder Diplom in in (Sozial-)Pädagogik oder Psychologie an einer FH zu einem Masterstudium in Psychologie mit mindestens 9 ECTS Klinischer Psychologie gelangt, muss zur PP-Ausbildung zugelassen werden. Dieses Urteil entkräftet nun den Punkt 1.1.2 einer älteren bayerischen Regelung.

 

 


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