Achtung! Neue Finanzierungsmöglichkeiten der Ausbildung am IVS:
Ab 2011 bieten wir besondere Entlastungen von Kosten der Theorieseminare für die erste Hälfte der Ausbildung an (s.u.).

Ausbildungskosten

(Stand: Neuberechnung vom 20.10.16)

Auf Grund der Gemeinnützigkeit ist das IVS nicht berechtigt Gewinne zu erwirtschaften, so dass die Ausbildungen immer nur kostendeckend kalkuliert sind. Ab dem 1.1.2016 wurde der Punktwert der EBM-Ziffern erhöht, wehalb wir eine Neuberechung sowie eine entsprechende Anpassung der Supervisorenvergütungen vorgenommen haben. Da an der Erhöhung der Gebühren für psychotherapeutische Leistungen auch die Ausbildungskandidaten in gleichem Maße beteiligt sind, enstehen am Ende natürlich auch wieder entsprechend höhere Überschüsse.

Änderung zur weiteren Erhöhung der Vergütungen: Leider haben die Krankenkassen den bayerischen Instituten die Strukturzuschläge nicht gewährt, weshalb ab 1.4.16 nur die Erhöhung der Punktzahl für genehmigungspflichtige Behandlungen im Rahmen der praktischen Ausbildung umgesetzt wurde. Daher mussten wir die Ausbildungskosten hier erneut berechnen. Wir werden zusammen mit den bayerischen Instituten, die in der SAAP zusammengeschlossen sind, gegen diese Entscheidung gerichtlich vorgehen.

 

3j.-Ausb.

5j.-Ausb.

Grundkosten der Theorieseminare
(36 x 240 € bzw. 60 x 140 €
od. alternatives Gebührenmodell s.u.)

8.640 €

8.400 €

120 Stunden Selbsterfahrung in der Gruppe
(120 x 25.00 €, ab 8.3.2016)

3.000 €

3.000 €

50 Stunden Einzelsupervision   
(50 x 94.00 €, ab 8.3.2016)

4.700 €

4.700 €

100 Stunden Gruppensupervision
(100 x 30.00 €, ab 8.3.2016)

3.000 €

3.000 €

Prüfungsgebühr:

580 €

580 €

Gesamtkosten:

19.920 €

19.680 €

Einnahmen aus Patientenbehandlungen
(Vergütungsbeträge ab 1.4.2016)
während der Praktischen Ausbildung:
50% der Vergütung der Krankenkassen
(600 Std. x 43,89 € = 26.334 € 
bis zu maximal 720 Std. x 43,89 € =  31.600,80 €
+ ca. 100 probatorische Sitzungen x 32 € = 3.200 €

26.334 € 
(31.600,80 €

+ 3.200 €
max. 34.800,80 €)

26.334 €
(31.600,80 €

+ 3.200 €
max. 34.800,80 €)

Überschuss:
(Mindesteinnahmen abzügl. Gesamtkosten)
:        

6.414 €

6.654 €

Maximaler Überschuss:
(Einnahmen – Gesamtkosten)
abzüglich zusätzl. Supervisonsgebühren

ca. 50 x 30 € = 1500 €

14.880,80 €

ca. 13.000 €

15.120,80 €  

ca. 13.000 €

Da in die Berechnung der Einnahmen nur die psychotherapeutischen Sitzungen (ohne die zu erstattenden Tests, Übenden Verfahren, Ordinationsgebühren, Krisensitzungen etc.) einbezogen sind, ist dieses Ergebnis sogar noch etwas unterschätzt.

Weitere Verdienstmöglichkeiten bestehen im Erwerb der Fachkunde für folgende Bereiche:

Fachkunde "Gruppenpsychotherapie" mit der Durchführung von 120 Gruppenbehandlungstunden. Bei einer Vergütung von 43,62 € pro Teilnehmer je 50 Min.) können insgesamt, je nach Gruppengröße, ca. 10.500 Euro dazuverdient werden. Davon abzuziehen ist hier allerdings ebenfalls die dafür notwendige Gruppensupervision von ca.1200 Euro (40 x 30 Euro).

Fachkunde "Behandlung von Kindern und Jugendlichen" (für Psychol. Psychotherapeuten in Ausbildung). Hier können weitere 180 Behandlungsstunden erbracht werden, woduch mindestens weitere 8.100 € verdient werden können. Davon abzuziehen sind hier 150 Theoriestunden (2.250 €; 150 x 15 €)  und die 45 Stunden Gruppensupervision (1.350 Euro; 45 x 30 Euro).

Somit ist ein Verdienst (Überschuss) von mindestens 6.000 bis ca. 13.000 € (s. Tabelle) zu erwarten. Dieser erhöht sich um die genannten Summen bei Erwerb weiterer psychotherapeutischer Fachkunde.

Die Verdienstmöglichkeiten während der prakt. Tätigkeit-1 (1200 Std.) und -2 (600 Std.) müssten eigentlich noch addiert werden. Da diese, je nach Klinik oder Ausbildungsassistenz, jedoch sehr unterschiedlich ausfallen, haben wir sie nicht in diese Aufstellung einbezogen.

Besondere Entlastungen bei den Grundkosten der Theorieseminare:

Ab 2011 bieten wir besondere Entlastungen von den Kosten der Theorieseminare für die erste Hälfte der Ausbildung an, in der man idR noch keine Einkünfte hat. Wir haben aufgrund einer Neuberechnung unserer aktuellen ökonomischen Rahmendaten zusätzlich zum bisherigen Kostenmodell zwei alternative Gebührenmodelle geschaffen, mit denen es möglich wird, in der 1. Hälfte der Ausbildung die monatlichen Ausbildungskosten zinslos zu stunden bzw. niedriger zu gestalten. Wir möchten damit Interessenten/innen, deren aktuelle finanzielle Lage den Beginn einer solchen Ausbildung in Frage stellt, die Möglichkeit bieten, diese Phase zu überbrücken.

Die 1. Alternative ist ein Modell, in dem die monatlichen Ausbildungskosten zu Beginn ganz entfallen:

Dies bedeutet für die 3-jährige Ausbildung: Keine Kosten für Theorieseminare bis zum 5. Semester. Daraus ergibt sich ein monatlicher Beitrag ab dem 5. Semester von 720 € (720 € * 12 Monate = 8.640 €, statt derzeit: 240 € / p. Monat über 3 Jahre).

Für die 5-jährige Ausbildung: Keine Kosten für Theorieseminare bis zum 7. Semester. Daraus ergibt sich ein monatlicher Beitrag ab dem 7. Semester von 350 € (350 € * 24 Monate = 8.400 €, statt derzeit: 140 € / p. Monat über 5 Jahre).

Das heißt, dass zunächst nur die Kosten der Selbsterfahrung anfallen und erst, wenn Sie über Einnahmen aus den Patientenbehandlungen in der Praktischen Ausbildung verfügen, müssen Sie monatliche Gebühren für die Theorie bezahlen (die dann aber natürlich entsprechend höher sind).


Die 2. Alternative ist ein Modell, in dem die monatlichen Kosten zu Beginn niedriger ausfallen:

Dieses bedeutet für die 3-jährige Ausbildung: Zahlung eines monatlichen Betrags von 120 € für die Theorieseminare bis zum Ende des 4. Semesters (120 € * 24 Monate = 2.880 €) und ab dem 5. Semester ein monatlicher Beitrag von 480 € (480 € * 12 Monate = 5.760 €, statt; derzeit: 240 € / p. Monat über 3 Jahre)

Für die 5-jährige Ausbildung: Zahlung eines monatlichen Betrags von 70 € für die Theorieseminare bis zum Ende des 6. Semesters (70 € * 36 Monate = 2.520 €) und ab dem 7. Semester ein monatlicher Beitrag von 245 € (245 € * 24 Monate = 5880 €), statt derzeit: 140 € / p. Monat über 5 Jahre).

Übernahme der Versicherungskosten durch das IVS:

Der Gesetzgeber hat leider versäumt, die Behandlung von Patienten durch Ausbildungsteilnehmer im Sinne der zivilrechtlichen Haftung präzise zu regeln. Weiterführende und genauere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Bundespsychotherapeutenkammer unter
http://www2.bptk.de/uploads/rechtliche_perspektiven.pdf

Aus diesen Gründen hat das IVS (als erstes deutsches Ausbildungsinstitut) mit der ERGO Versicherungsgruppe einen speziellen Vertrag abgeschlossen, der in Streitfragen der zivilrechtlichen Haftung die Ausbildungsteilnehmer absichert, die Ausbildungsteilnehmer daher nicht in einem rechtsunsicheren Raum zurücklässt.

Für alle Ausbildungsteilnehmer/innen besteht über die gesamte Ausbildungszeit eine Betriebshaftpflichtversicherung. Diese Kosten, ebenso wie die Kosten für die  Berufshaftpflichtversicherung für die Zeit der Praktischen Ausbildung werden vom IVS übernommen.

 

Weitere Informationen zu den Ausbildungskosten:

Extrem günstige Ausbildungskredite (Momentaner effektiver Jahreszins: 3,27%; Stand: 01.10.05) der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können von PiAs in Vollzeitausbildung (3J)  beim Bundesverwaltungsamt http://www.bva.bund.de/ unter dem Thema "Bildungskredit" dort zu "Antragsvordrucke" direkt auf der Homepage online beantragt werden. Sollte ungerechtfertigterweise eine Ablehnung erfolgen, ist Widerspruch einzulegen und mit Frau Seng vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Rücksprache zu halten (Schreiben vom 8.12.2004). Ziel des Bildungskredits ist die Sicherung und Beschleunigung der Ausbildung oder die Finanzierung von außergewöhnlichem, nicht durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erfasstem Aufwand, um die Ausbildung zu verkürzen bzw. den Abbruch der Ausbildung aufgrund fehlender finanzieller Mittel zu vermeiden. Die Förderung erfolgt unabhängig vom Vermögen und Einkommen des Antragstellers und seiner Eltern. Hier wird für Schüler und Studenten, die häufig keine Sicherheiten stellen können, ein Angebot geschaffen, das bisher auf dem Kapitalmarkt nicht verfügbar ist. Kredit: mtl. 300 Euro für max. 2 Jahre.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, während der Ausbildung Förderungen nach dem BAFöG für den eigenen Lebensunterhalt zu beziehen; hier die dazu vorliegende Verordnung.

Durch die Zugehörigkeit zum Institut bestehen darüber hinaus Vergünstigungen bei der Benutzung von Verkehrsmitteln der Deutschen Bahn AG im Rahmen der Ausbildung.

Übrigens: Ausbildungskosten sind Werbungskosten
Der Bundesfinanzhof hat in seinen Urteilen Az.VI R 120/01 und Az.VI R 137/01 anerkannt, dass die Kosten für eine Weiterbildung nun als Werbungskosten und nicht mehr, wie bisher, als Sonderausgaben zu betrachten sind. Das bedeutet, dass nun die gesamten Ausbildungskosten incl. Fahrtkosten und Verpflegung steuerlich abgesetzt werden können, was die Ausbildungskosten indirekt senkt. (Weitere Infos finden Sie in der Finanztest 3/2003).Diese Kosten sind (auch als "Verlustvortrag" für die Zeit nach der Ausbildung) steuerlich absetzbar.
 

Nähere Informationen erhalten Sie durch

 

 


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